Screenshot aus dem Mut-Map

Ergebnisse der Umfrage zum Mut-Map

Im Herbst 2016 haben wir unser Mut-Map – eine Sammlung nachhaltiger und alternativer Projekte, Lebensweisen und Ideen – analysieren und beurteilen lassen. Dazu haben sich vier Studentinnen der Sustainability Challenge – Ein großes Danke dafür an Valeria, Nadja, Hanna und Yvonne – kräftig ins Zeug gelegt: Sie haben für uns einen Fragebogen erstellt, Schulworkshops durchgeführt und eine tolle Auswertung gemacht. Heute erfahrt ihr, was dabei rauskam 🙂

Wen haben wir befragt?

An unserer Umfrage haben 400 Menschen teilgenommen. Wir konnten davon 270 Fragebögen auswerten und vergleichen.

Die meisten Personen, die wir befragt haben, kannten die Mutmacherei noch nicht. Das ist durchaus positiv, denn so wurden Mut-Map und Mutmacherei mit einem frischen Blick beurteilt. Dennoch kamen die Meinungen von bereits “Mut-Map erfahrenen” Personen nicht zu kurz. In der Gruppe der 18-24-Jährigen besteht noch großes Potenzial im Bekanntheitsgrad der Mutmacherei.

Der durchschnittliche User, der hin und wieder in unserer Sammlung von über 600 Initiativen, die den Wandel bereits vorantreiben, stöbert, ist eine Userin: weiblich, 45 Jahre alt, vorwiegend mit Matura oder akademischem Hintergrund. Die meisten dieser Userinnen sind selbstständig oder angestellt und leben im urbanen Raum.

Meinungen über die Mutmacherei

Zunächst wollten wir wissen, wie der Name „Mutmacherei“ ankommt. Die meisten der Befragten fanden ihn positiv und ermutigend und meinten, es gehe darum, Menschen zu persönlichem Engagement zu motivieren. Stimmt – doch wir möchten vor allem auch vermitteln, wie stärkend es ist, die Aufmerksamkeit auf das Positive, Gelingende zu richten.

Lediglich 7% der Umfrageteilnehmer*innen kannten etwas dem Mut-Map Vergleichbares. Sie stellten jedoch klar, dass die von der Mutmacherei entwickelte Variante besser sortiert, interaktiver und breiter aufgestellt ist.

Interessant war für uns besonders, dass der Bekanntheitsgrad unserer Website deutlich über jenem des Mut-Maps oder unserer Facebook-Seite liegt.

Wie gefiel das Mut-Map?

Die Mehrheit der Befragten findet die Darstellung unserer Projektdatenbank ansprechend und übersichtlich. Die lebendige optische und inhaltliche Aufbereitung kam sehr gut an, bei der Gruppe der 25-38-Jährigen kam sie „nur“ gut an.

Für die meisten war auch die Navigation einfach und die Struktur klar. Die meisten Befragten fanden die Auswahl der Themen des Mut-Map sehr ausgewogen,  inspirierend und vielseitig.

Screenshot eines Projektfensters
Beispiel eines Projektfensters

Die Leitfragen, die zu den einzelnen Projekten hinführen, wurden als klar formuliert, hilfreich und anregend zum Weiterforschen bewertet. Doch nicht zu jedem Themengebiet lassen sich diese Fragen stellen – es gibt daher dahingehend leider keine Kontinuität im Mut-Map.

Wo die Befragten noch Luft nach oben sahen: Die praktische Suchfunktion blieb für viele verborgen und einige taten sich mit dem Scrollen (das gar nicht erforderlich ist) schwer. Weiters wurde eine Schnittstelle zu Social Media (v.a. Facebook) und Messaging-Diensten gewünscht.

Was darf rein ins Mut-Map?

Welche Kriterien muss ein Projekt erfüllen, damit es in unsere Projektsammlung aufgenommen werden kann? Diese Frage haben wir unseren Teilnehmer*innen gestellt. Ihre Antworten haben uns gezeigt, dass die Auswahl der Projekte auch implizit darauf schließen lässt, worauf es im Wandel ankommt. Die genannten Kriterien sind in diese Wortwolke verpackt:

Wortwolke in Form eines Baumes mit den von den Befragten genannten Kriterien

Was bewirkt das Mut-Map?

Ganz klar:  Die Umfrageteilnehmer*innen verlassen das Mut-Map mit einem durchwegs guten Gefühl. Die am häufigsten angesprochenen Gefühle waren “positiv” und “neugierig”. Das freut uns sehr, denn genau dieses Ergebnis möchten wir bewirken: durch das Aufzeigen von Lösungsansätzen, Positivbeispielen und Vorzeigeprojekten eine optimistische Stimmung für den Wandel und Hunger auf weitere Informationen auszulösen.

Einige der Befragten meinten an, dass das Mut-Map einen leichten Einstieg in die Thematik bietet. Andere merkten an, dass ihnen ein größerer Kontext klar wurde und dass ihnen das die Projektsammlung das Gefühl vermittelt hat, etwas bewegen zu können. Allerdings haben einige wenige auch angegeben, überfordert zu sein. Die breite Fülle an vorgestellten Themen und Projekten kann Menschen, für die Nachhaltigkeit und Innovation Neuland sind, am Anfang durchaus überwältigen. Darüber hinaus ist die Verpackung der Projekte in einer Mind-Map eine neue Art der Darstellung, die großteils sehr gut ankommt, aber auf manche Menschen auch überfordernd wirken kann.

Grafik über das Gefühl, mit dem die Befragten das Mut-Map verlassen
Die Frage nach dem „Danach“

Generell fühlten sich die Befragten durch das Mut-Map an Wissen bereichert und sie waren überrascht, wie viele Projekte es bereits gibt. Sie haben es als positiv empfunden, dass die Menschen, die hinter den Projekten stecken, vorgestellt werden.

Der überwiegende Teil möchte das Mut-Map nutzen, um neue Projekte zu entdecken – auch in der eigenen Umgebung – und um zu sehen, welche Lösungsansätze es weltweit gibt. Eine spannende Beobachtung ist, dass es gerade junge Leute (13-34) waren, welche weniger mit dem Mut-Map anfangen konnten.

Es geht noch besser!

Wer kann wertvollere Verbesserungsvorschläge zum Mut-Map machen, als die Nutzer*innen selbst? Ein deutlicher Wunsch war eine bessere Aufbereitung der Projektfenster. Viele Umfrageteilnehmer*innen haben sich dort mehr Informationen zu den Projekten gewünscht: beispielsweise in einer Art Maske mit Informationen über das Gründungjahr oder Hinweise, was dieses Projekt zu einem ganz besonderen macht sowie den Ort oder die Region der Tätigkeit. Eine Filterfunktion nach Stadt, Region oder Land wurde ebenso gewünscht wie eine verbesserte Nutzung am Smartphone.

Doch einer der wichtigsten Verbesserungsvorschläge war, die Bekanntheit des Mut-Map zu steigern. Dazu bekamen wir auch Ideen geschenkt: Mit Aktionen wie z.B. „Das Projekt der Woche“ oder „Neu im Mut-Map“ könnten alte und neue Nutzer*innen zum Mut-Map gelockt werden. Denn noch viel mehr Menschen sollen laut Meinung der Befragten von der Lösungsorientierung und Positivität des Mut-Map angesteckt werden!

Näheres zum Evaluierungsprojekt

Die Sustainability Challenge ist eine inter- und transdisziplinäre Ringlehrveranstaltung, der vier größten Universitäten Wiens. Sie möchte den Studierenden von heute und somit den Entscheidungsträger*innen von morgen das Thema nachhaltige Entwicklung näherbringen. Als Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik verfolgt sie das Ziel der Zusammenarbeit verschiedener Sektoren, um eine gerechtere, lebensfähige und lebenswerte Welt zu sichern.

Die Studentinnen vor begrüntem Hintergrund
Ein ganz herzliches Dankeschön an (v.l.n.r.) Hanna, Nadja, Yvonne und Valeria. Ihr habt tolle Arbeit geleistet!

Vier Studentinnen – Vertreterinnen aller Universitäten Wiens – bekamen bei der Sustainability Challenge den Auftrag, Potenziale, Chancen und Grenzen des Mut-Map auszuloten. Die Studentinnen wählten das Motto „Mutmacherei: Munter machen, mitmachen, Mut machen!“ In der Umsetzung wurde das Herzstück der Mutmacherei mittels einer Online-Umfrage und in Workshops mit Schulklassen evaluiert. Die Durchführung lag bei den Studentinnen. Sie haben herausgearbeitet, welche unterschiedlichen Nutzerkreise das Mut-Map hat und welche Einschätzungen und Zugänge sich daraus jeweils ergeben. Daraus haben die Studentinnen dann Empfehlungen formuliert und mit weiteren Ideen zur Verbesserung angereichert.

Wir hoffen, dass du nun wirklich neugierig geworden bist auf das Mut-Map. Schau doch gleich rein!

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