IMeditateVienna: We Pimp The World! Projekt # 16

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WPTW_logo_mav_01Meditation – das bedeutet stundenlang umwölkt von Räucherstäbchenduft in ungemütlicher Haltung am Boden zu sitzen und nicht denken zu dürfen? Keineswegs, meint Shaohui He, und will mit seiner Initiative IMeditateVienna dazu einladen, im großstädtischen Alltag kleine Oasen des Innehaltens und der Achtsamkeit zu schaffen. Nicht in Meditationsräumen oder Tempeln, sondern in der Wiener U-Bahn.

Logo-breit-transparent-600x108Seit fast einem Jahr gibt es diese UrBan-Meditationen nun schon, rund 250 Menschen haben bereits teilgenommen und ihre ganz persönlichen Erfahrungen damit gemacht. Doch was hat Shaohui He, einen in Wien lebenden Fotografen, dazu bewogen, dieses ungewöhnliche Format ins Leben zu rufen? “Ich wünsche mir, dass Meditation sichtbarer wird und einen Platz in der Öffentlichkeit haben kann. Es wäre schön, durch die Stadt zu schlendern und an vielen Plätzen Menschen zu sehen, die einfach da sitzen und meditieren. Ich würde mich gerne dazu gesellen und mitmachen.” Aus diesem Wunsch heraus ist IMeditateVienna entstanden.

ShaohuiHe_HdM_1024x683Shaohui, selbst bekennender Buddhist, meditiert in unterschiedlicher Intensität seit rund sieben Jahren. “Ich habe dadurch mehr Achtsamkeit im Umgang mit mir selbst und meinen Mitmenschen gelernt. Es ist ein Prozess, der wohl nie zu Ende geht, ich lerne immer noch dazu.” An einem bestimmten Punkt wollte Shaohui auch andere Menschen dazu einladen, Räume für die Rückkehr zu sich selbst zu finden und zu erleben. Im Rahmen des Lerngangs “Pioneers of Change” hatte er dann die Möglichkeit, seine Idee für
IMeditateVienna zu entwickeln, reifen zu lassen und in die Tat umzusetzen.

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Seitdem gibt es regelmäßig an jedem zweiten Donnerstag des Monats die “fahrenden” Meditationen. Mal ist es eine Handvoll Leute, mal aber auch eine Gruppe von 55 Menschen: Da treffen sich geübte Meditierende genauso wie neugierige und offene Menschen, die diese Erfahrung erstmals machen wollen, an der Endstation einer der Wiener U-Bahn-Linien, tauschen sich zunächst zum gegenseitigen Kennenlernen oder Vertiefen von Kontakten aus, besteigen dann die U-Bahn und los geht’s: Es gibt keine vorgeschriebene Art und Weise, kein Richtig oder Falsch, “es” zu tun. Jede*r nimmt die für sich passende Haltung ein – manchen sieht man die Vorerfahrung im Meditieren an, sie sitzen im Lotussitz mit der bekannten Handhaltung. Andere meditieren “under cover” und sitzen einfach mit geschlossenen Augen da. Auch im Stehen lässt es sich innehalten.

20120809_iMV_Medmob_4_U2_012 KopieWorüber sich alle einig sind, sind die Umgangsformen: Die U-Bahn-Meditierenden wollen niemanden belästigen und den anderen Fahrgästen gegenüber achtsam sein. Es geht nicht darum aufzufallen, zu missionieren oder zu provozieren, im Gegenteil: Manche Fahrgäste merken gar nicht, dass um sie herum etwas vorgeht. Andere fragen nach, machen mit oder rätseln, was es wohl mit den vielen geschlossenen Augen auf sich hat. Unaufdringlichkeit und Respekt vor den Grenzen anderer sind bei den U-Bahn-Meditierenden eine Selbstverständlichkeit. Und wie sind die Reaktionen der Fahrgäste? “Der Großteil reagiert neutral bis positiv,” erzählt Shaohui. “Doch es kommt auch vor, dass jemand meint, Meditation gehört nicht in die U-Bahn.”

20120809_iMV_Medmob_4_U2_013 Kopie“Ich möchte zeigen, dass Meditation, Innehalten und Einkehr in die Stille wie kleine Pflänzchen sind, die sich ihren Weg durch den Asphalt bahnen – sie können auch an ganz unerwarteten Stellen gedeihen”, erklärt Shaohui He. Er sieht Meditation nicht als religiöse, sondern als weltliche Praxis, die nicht an bestimmte Konfessionen, Räumlichkeiten oder Örtlichkeiten gebunden ist. So kann Meditation gerade im großstädtischen Getriebe und in der Hektik des Alltags als Ressource gegen Stress wirksam werden.

Besonders erfreut ist Shaohui, wenn er von Erfahrungsberichten hört, die über die unmittelbare UrBan-Meditation hinausgehen: “Sich wieder an die U-Bahn-Meditation zu erinnern lässt diese Oase des Stillwerdens, sich Zeit Nehmens, sich nicht Ablenkens nochmals entstehen. Immer wieder erzählen mir Menschen, die bereits teilgenommen haben, dass sie die Zeit zum Meditieren nützen, wenn ihnen beispielsweise die U-Bahn davongefahren ist.”

Worüber sich Shaohui sehr freuen würde:

  • wenn andere Städte die Idee übernehmen würden
  • wenn auch in zehn Jahren noch in der U-Bahn meditiert würde, selbst wenn es nicht von Shaohui persönlich organisiert wird
  • wenn auch Meditationen im Gehen Menschen dazu ermutigen würden, ihre Achtsamkeit zu kultivieren und zu üben:

Wie können wir alle mithelfen das Projekt zu pimpen?

Die ersten Schritte: Folgt We Pimp The World! auf Facebook und Twitter #wptw #imedv, wo wir laufend über IMeditateVienna berichten werden.

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Shaohui He, Nr.: 00972033427 BLZ: 12000, Verwendungszweck: “Dana iMeditateVienna”.

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